Lernen nach Gehör

Anouk führt uns in die Geheimnisse des Musiklernens nach Gehör ein. Diese Lerntechnik ermöglicht uns, neue Melodien schneller zu lernen und länger zu behalten.

Dafür gibt es einige Tricks. Wir lernen, worauf man bei neuen Stücken hören sollte, um sie besser lernen zu können und wie man Melodien in kleinere Abschnitte unterteilt, die schneller zu erfassen sind als lange und komplexe Melodielinien. Ergänzend machen wir Übungen, mit denen wir unser musikalisches Gehör und die Rhythmuswahrnehmung verbessern.

Der Kurs ist praktisch orientiert: am Ende haben wir nicht nur einige neue Stücke gelernt, sondern auch, wie wir selbst neues Material erarbeiten können.

Wir befassen uns hauptsächlich mit traditioneller Musik aus Europa, aber das Konzept, über das Gehör zu lernen, kann auf alle Musikstile übertragen werden. Noten der gelernten Stücke werden als Gedächtnisstütze am Ende des Kurses verteilt.

Voraussetzung zur Teilnahme ist eine solide Basistechnik: mit vier Fingern beider Hände spielen zu können sowie Über- und Untersetzen. Die rechte Hand sollte Melodien sicher spielen können, die linke Hand Akkorde mit drei Fingern als einfache Begleitung zur Melodie.

Anouk Platenkamp

Anouk hat einen Bachelorstudiengang in Klassischer Konzertharfe am Konservatorium in Maastricht absolviert und erweiternd Kurse in Jazzharfe (Codarts Conservatory, Rotterdam) sowie zu therapeutischer Harfenmusik (International Harp Therapy Program, USA) belegt.

Ihr musikalisches Spektrum ist breit gefächert und reicht von klassischem Repertoire bis zu Folklore. Sie ist sowohl als Solistin als auch zusammen mit bekannten niederländischen Musikern zu hören. Es ist ihr viel daran gelegen, die keltische Harfe bekannt zu machen und als Instrument mit eigenem Repertoire und Stil zu etablieren, um eine klare Abgrenzung zur Pedalharfe zu schaffen. Dazu gründete sie unter anderem das „International Harp Friends Meeting“.

Anouk ist gern gesehene Harfenlehrerin in den Niederlanden, in Deutschland und auf Festivals in ganz Europa, unter anderem unterrichtete sie beim Edinburgh International Harp Festival in Schottland, dem Nordic Harp Meeting in Schweden und dem Flanders Celtic Harp Meeting in Belgien.

Bereits mit zwölf Jahren spielte sie Harfenmusik am Krankenbett. Sie war damit in den Niederlanden eine der ersten, die Harfenmusik therapeutisch anwendeten und entwickelte ihre eigene Methode, wie man als Harfenspieler Musik mit therapeutischem Nutzen machen kann.

Schwierigkeit

Zeitfenster

Kursschiene 1
(09:30–10:30 und 15:30–16:30)

Unterrichtssprache

deutsch / englisch