Zweite Schritte

Christoph Pampuch

Drei Arten, die Harfe zu spielen

Anhand leicht spielbarer Harfenarrangements lernen wir drei unterschiedliche Arten des Harfenspiels kennen: die altirische Spielweise, wie sie die alten Barden Irlands praktizierten, den klassischen Weg, bei dem die beiden Hände unabhängig voneinander sind und den romantischen Arpeggio-Stil, bei dem die Harfe so richtig ins Perlen kommt.

Wir lernen die grundlegenden Griffe dieser drei Harfenspielarten kennen und probieren aus, wann welcher Stil am besten passt. Alle Harfenstücke dieses Kurses werden in leichten Arrangements in jedem dieser drei Stile angeboten, sodass alle Teilnehmenden für sich entscheiden können, welcher Harfenstil am besten zur eigenen Persönlichkeit passt.

Bei der altirischen Harfenspielart entsteht die Begleitung aufgrund eines genialen Prinzips der alten irischen Harfner fast von allein. So ist diese Spielform besonders geeignet für alle, denen das Zusammenspiel beider Hände Schwierigkeiten bereitet.

Der klassische Weg geht über Begleitmuster für die Akkordhand, die eine Grundlage für das Arrangieren von Melodien dienen. Das Zusammenspiel beider Hände ist schwieriger, dafür klingen die Arrangements modern und spannend.

Für den Arpeggiostil lernen wir eine intuitive Form der Harmonielehre kennen, mit der wir die passenden Akkorde anhand gefühlsmäßiger Erwägungen finden.

Ab einem Jahr Harfenerfahrung und für alle Harfenarten geeignet. Notenkenntnisse sind zwar von Vorteil, aber nicht unbedingt notwendig, da Christoph uns alles genau zeigt.

Christoph Pampuch

Christoph Pampuch wurde 1959 in Mainz geboren. Von Kindheit an spielte er klassische Gitarre und war 1979 Preisträger bei „Jugend musiziert“ (2. Preis Landesebene).
Es folgte ein Musikstudium in Kassel, das er 1986 mit der Staatlichen Musiklehrerprüfung als Lehrer für Musikalische Grundausbildung und Gitarre abschloss.

1980 begann er, als Autodidakt Harfe zu spielen. Inspiriert wurde er vor allem durch die Musik von Turlough O'Carolan und Alan Stivell.
Seine akademische Ausbildung führte Christoph in Kassel mit den Studiengängen Philosophie und Erziehungswissenschaft fort, die er 1995 mit dem Magisterexamen (M. A.) abschloss. Musisch-philosophische Themenkreise fließen seither in seine Vermittlung des Harfenspiels mit ein.

Seit 1997 befasst Christoph sich außerdem mit der chromatischen Harfe. Er fertigt Transkriptionen aus allen Musikstilen für das Instrument an und erforscht eine eigene Spieltechnik, die die traditionelle Fingersatzkultur erweitert.

Bekannt ist Christoph Pampuch vor allem durch seine Notenheftreihe „harpa mundi“. Bislang sind 48 Harfennotenbücher erschienen, davon 39 für die diatonische, 9 für die chromatische Harfe.

Mit der Bronzesaitenharfe und der alten Spielweise öffnete sich für Christoph auf der Basis der Forschungen von Ann Heymann ein neuer Weg zum Erkunden der alten irischen Harfenmusik. Viele Tonfolgen, die mit der klavierorientierten klassischen – die Hände trennenden – Spielweise kompliziert zu greifen sind, werden nun lustvoll tänzerisch spielbar. Der Gedanke reift in ihm, eine Spieltechnik zu entwickeln, in der sich die körperorientierte Spielweise der blinden irischen Harfner mit den Möglichkeiten der modernen Harmonik und Satztechnik zu einer zeitgemäßen Einheit verbindet.

Schwierigkeit

Zeitfenster

Kursschiene 3
(12:00–13:00 und 18:00–19:00)

Unterrichtssprache

deutsch