Joropo! Südamerikanische Musik

Diego Laverde Rojas

„Joropo“ bedeutet Fröhlichkeit, Party und schnelle Melodien.

Der rhythmische Aspekt der „llanera“-Musik, in der die Harfe eines der wichtigsten Instrumente ist, hat drei definierte Hauptstrukturen, die es zu analysieren gilt: „corrio“, „por derecho“ und „chipola“.
In diesem Kurs liegt der Fokus auf der Arbeit mit dem zweiten, „por derecho“.

Hauptsächlich befassen wir uns mit traditionellen „golpes“ wie „seis por derecho“, „pajarillo“ und „seis por numeracion“.

Zu Beginn des Kurses gibt es eine allgemeine Einführung über die „llanera“-Musik. Wir analysieren unter anderem die generelle Struktur der Lieder und lernen das Konzept der „golpes“ kennen. Diego stellt uns Improvisationen und Rhythmuswerkzeuge vor, die wir zu Hause üben können.

Macht euch bereit für viel Spaß beim Lernen häufig gebräuchlicher Muster für die linke Hand sowie „Bordoneos“ – das sind Spezialeffekte auf den Saiten, die mit den Daumen gemacht weren.

Wir erkunden Lieder, bei denen mit den Klappen gearbeitet wird. Ihre Benutzung bei der „llanera“-Harfe ist relativ neu, wodurch interessante Möglichkeiten entstehen, das Repertoire zu erweitern, da die Komponisten verschiedene Ideen verwirklichen können.

Der Kurs richtet sich an Teilnehmer, die Melodien schnell umsetzen können. Am Ende jeder Unterrichtseinheit wird Notenmaterial verteilt. Außerdem gibt es Links zu Soundfiles, die beim Üben behilflich sind.

Diego Laverde Rojas

Geboren und aufgewachsen in Bogotá in Kolumbien, begann Diego 1982 die traditionelle südamerikanische Harfe, die „arpa llanera“, zu spielen. Im Jahr 2000 zog er nach Großbritannien, wo er sich weiteren Musikstudien widmete. Seitdem lebt und arbeitet er in London. Von dort aus macht er den „llanera“-Stil auf der Harfe weiter bekannt, der zwischen Kolumbien und Venezuela gepflegt wird.

Er spielt und unterrichtet bei verschiedenen Harfen- und Weltmusik-Festivals in Europa, sowohl als Solist, als auch im Trio „Ensamble Criollo“, das aus den Instrumenten Harfe, Cuatro (kleine Gitarrenform) und Maracas (Rasseln) besteht. Diese sind typisch für die Musik der südamerikanischen Tiefebenen.

Außerdem ist er an zahlreichen weiteren Projekten mit Musikern aus Lateinamerika und Europa beteiligt. Als freischaffender Musiker bewegt er sich in verschiedenen musikalischen Genres.

Es war und ist für Diego jedes Mal eine große Freude, zum Harfentreffen zu kommen.

Schwierigkeit

Zeitfenster

Kursschiene 1
(09:30–10:30 und 15:30–16:30)

Unterrichtssprache

englisch

Musikbeispiele zur Selbsteinschätzung