Jazz kann manchmal unzugänglich erscheinen, wenn man Harfe spielt – all diese ungewöhnlichen Akkordsymbole, die schwierigen Rhythmen und (oh je!) Improvisationen – ganz zu schweigen von den Klappenwechseln – das kann alles etwas einschüchternd wirken.
Doch es gibt viele Aspekte des Jazz, die überraschenderweise auf der Harfe praktikabel sind, und die Bedeutung der Harfe in diesem Genre ist stetig gestiegen.
Wer schon immer mal ein paar swingende Melodien ausprobieren wollte, sich aber nicht so recht getraut hat – oder sogar denkt, Jazz sei nicht wirklich sein Ding – ist herzlich eingeladen, in diesem Kurs mitzumachen und zu entdecken, wie viel Spaß Jazz auf der Harfe machen kann!
Anhand beliebter Jazzstandards führt Tamsin uns durch den gesamten Prozess, ein Jazzstück zu erarbeiten und es sich anzueignen – von der Interpretation eines Leadsheets bis hin zum Erstellen rhythmischer Basslinien und flüssiger Melodien.
Wir lernen, uns gegenseitig zu begleiten und unsere Improvisationsfähigkeiten zu entwickeln oder zu verbessern. Außerdem kommen wir mit Rhythmusübungen in Schwung.
Teilnahmeanforderungen:
Dieser Kurs ist so zugänglich wie möglich gestaltet, daher ist jeder herzlich eingeladen, auf seinem jeweiligen Niveau mitzumachen.
Um jedoch optimal vom Kurs zu profitieren, sind folgende Vorkenntnisse hilfreich:
Grundlegende Spielfertigkeiten (eine einfache Melodie mit Begleitung spielen können), Grundkenntnisse der Musiktheorie (Notennamen kennen und Noten im Bass- und Violinschlüssel lesen können; Grundkenntnisse der Akkordbezeichnungen und Vorzeichen).
Die Stücke werden nach Gehör mit Notenmaterial unterrichtet, daher sind fließende Notenkenntnisse nicht erforderlich.
Tamsin Dearnley
Als Kind konnte sich Tamsin nicht entscheiden, ob sie Harfenistin, Trapezkünstlerin oder Expertin für japanische Kunst werden wollte. Also ging sie auf Nummer sicher: Sechs Jahre lang bettelte sie ihre Eltern an, Harfenunterricht nehmen zu dürfen. Mit achtzehn Jahren, als sie etwas rebellischer wurde, teilte sie ihren Eltern (höflich) mit, dass sie ein Jahr lang eine Zirkusschule besuchen würde, bevor sie ihr Studium der Japanologie beginnt.
Beim Musizieren und Komponieren ist Tamsin heute froh über ihre vielseitige musikalische Ausbildung: Als Anfängerin an der Harfe lernte sie traditionelle Musik nach Gehör; als mittellose Studentin lernte sie nebenbei Jazz in einer Weinbar; als Erwachsene kehrte sie zu den Grundlagen zurück, um ihre Technik zu verbessern, und wurde zu einer leidenschaftlichen Verfechterin der Vielseitigkeit der Hakenharfe.
Tamsin schloss ihr Masterstudium in Komposition mit Auszeichnung ab und fühlt sich in vielen verschiedenen Klangwelten zu Hause. Ihr Werk reicht von atonal bis lyrisch. Sie hat mehrere Alben mit Harfenmusik sowie eine EP mit selbstgeschriebenen Liedern für Gesang und Gitarre veröffentlicht.
Sie teilt ihre Zeit zwischen Auftritten, Unterrichten und Komponieren auf und ist bereits an verschiedenen (meist renommierten) Orten weltweit aufgetreten.
Zeitfenster
Kursschiene 2b
(11:30 – 12:45 und 17:30 – 18:45)