BalkanHarfenJazz

Wo genau oder was ist eigentlich der Balkan? Eine Frage, die sich nicht klar definiert beantworten lässt, die aber bestimmt in jedem von uns Bilder und Emotionen weckt - und vielleicht neue Fragen aufwirft.
Oona hört gerne Musikern zu, die Geschichten erzählen und in ihr Bilder entstehen lassen, wo eine gewisse Offenheit Raum für Zufälle und Zukünftiges schafft. Das sind für sie wesentliche Bestandteile von Musik.
In diesem Kurs lernen wir einige tanzbare und herzzerreißende Melodien vom Balkan und auch von anderswo. Wir beschäftigen uns mit krummen Takten und verschiedenen Techniken, wie wir auf der Harfe rhythmisch-perkussiv spielen können; aber auch, wie z.B. ein besonders weicher und sanfter Ton entsteht.
Auf diese Weise gut gerüstet sollte auch das Zauberwort Improvisation nicht zu kurz kommen - der Raum schlechthin für Zufälle und magische Momente, der keinesfalls nur ein paar Profimusikern vorbehalten ist! Wir alle können improvisieren, wir müssen uns nur trauen, den Schritt ins Unvorhergesehene zu wagen.
Und: wir sollten nicht alles zu ernst nehmen, ohne falsche Töne wäre das Leben langweilig...

Der Kurs richtet sich an Teilnehmer mit Haken- und/oder Pedalharfen; ab und zu wird auch mal im Stück ein Haken zu verstellen bzw. ein Pedal zu treten sein. Wir spielen einiges nach Gehör, aber es gibt auch Noten (vor allem als Erinnerungsstütze).

Die Teilnehmer sollten in der Lage sein, Melodien mit mittelschwerer Begleitung zu spielen, aber es kommt weniger auf Perfektion an als vielmehr auf Mut und Offenheit, sich auszuprobieren.

Wer möchte, kann auch eigene Wünsche mitbringen, die eingebaut werden können, wenn es die Zeit zulässt.

Oona Böken

Oona kommt aus einer Künstlerfamilie und begann schon als Kind ihre klassische Ausbildung auf der Harfe. Das bildete eine gute Basis, um neugierig alles, was sie faszinierte und berührte in ihren ganz eigenen Musikstil einfließen zu lassen: BalkanHarfenJazz
Vom Balkan kommt da die ein oder andere Melodie ihrer Musik, die jedoch für „echte Folklore“ zu wenig traditionell ist.
Aus dem Jazz fließen so manche Harmonien und Wendungen ein und vielleicht der Groove.
Und mit der Harfe, diesem uralten Instrument, gelingt es Oona auf beinahe märchenhafte Weise, das Vergangene mit dem Zukünftigen zu verbinden und so neue Welten jenseits von überkommenen Definitionen zu schaffen.
Oona tritt als Solokünstlerin auf, aber auch in verschiedenen Konstellationen, zum Beispiel mit den 17 Hippies (Berlin), oder zusammen mit dem Akkordeonisten der französischen Band Bratsch.
Sie hat zwei Soloalben veröffentlicht: „Wohin“ und „Allerleirauh“.
Seit vielen Jahren unterrichtet sie Kinder und Erwachsene und gibt ihr Wissen in Workshops weiter.

www.oona.de

Schwierigkeit

Zeitfenster

Kursschiene 2
(10:45–11:45 und 16:45–17:45)

Unterrichtssprache

deutsch