Walisische Musik

Robin Huw Bowen

Iaith Enaid ar ei thannau – Die Sprache der Seele auf ihren Saiten

Der Fokus dieses Kurses liegt natürlich auf walisischer Musik, denn Robin Huw Bowen liegt seine Heimat Wales sehr am Herzen.

Wir lernen den traditionellen walisischen Stil kennen und wie man diese Musik auf der Harfe interpretiert. Dazu untersuchen wir, wie eine Melodie als Thema mit Variationen arrangiert werden kann, und erkunden die Muster und Formen, die von der Melodie vorgegeben werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Struktur eines Stückes. Außerdem erlauben wir der Melodie, für sich selbst zu sprechen und dadurch ihre simple Schönheit hervortreten zu lassen.

Darüber hinaus befassen wir uns mit walisischer Tanzmusik. Ein wichtiger Bestandteil davon ist der Einfluss von Zigeuner-Harfenspielern, der ein einzigartiges Element der Harfentradition von Wales beisteuerte.

Der Kurs richtet sich an Interessierte, die noch keinen Workshop bei Robin besucht haben. In gemächlichem Tempo werden komplizierte Passagen, Muster, Fingersätze und Gestaltung erklärt.

Unterrichtet wird nach Gehör, Noten werden am Ende der Einheit ausgegeben. Aufnahmen für private Zwecke sind erlaubt.
Die Harfen müssen in G-, C- und D-Dur sowie ihren parallelen Molltonarten spielbar sein. Empfehlenswert ist ein Tonumfang von viereinhalb Oktaven (ca. 32 Saiten). Nicht geeignet für metallbesaitete Harfen.

Voraussetzung ist die Fähigkeit, mit mehr als einem Finger beider Hände spielen zu können sowie ein Grundverständnis von Akkorden und Arpeggios. Gelegentlich müssen einzelne Haken/Klappen umgelegt werden.
Die Stücke sind für einreihig diatonische Harfen arrangiert, Tripelharfen sind selbstverständlich sehr willkommen, aber nicht notwendig.
Krankenversicherung obligatorisch.

Robin Huw Bowen

Seit über dreißig Jahren ist Robin Huw Bowen Verfechter der ungebrochenen Tradition der Walisischen Tripelharfe. Er brachte die Musik aus Wales im Laufe der Jahre zu vielen Tausenden Zuhörern, nicht nur in Deutschland und Europa, sondern auch Australien und Nordamerika. Und immer noch begeistert er damit, seit Kurzem erreicht er neues Publikum in Lateinamerika und Asien.

Stolz steht er an vorderster Front der Wiederbelebung walisischer Folklore-Musik. Beinahe eigenhändig rettete er die Walisische Tripelharfe davor, in der historischen Mülltonne zu landen. Umfänglich demonstriert er ihr Potenzial als wahres Medium für die Musik Wales' und als das Nationalinstrument seines Heimatlandes. Er zieht zu Hause in Wales eine neue Generation von jungen Tripelharfenspielern heran. Seine Leidenschaft strahlt hell wie immer in einer walisischen Welt, die inzwischen leider überschattet von der wachsenden Englischhaftigkeit des verfluchten „Brexits“ wird.

Schwierigkeit

Zeitfenster

Kursschiene 1
(09:30–10:30 und 15:30–16:30)

Unterrichtssprache

englisch