Arrangements, Rhythmus und Verzierungen

Sylvia Reiß

Wie entsteht aus einfachen Melodien ein schönes Arrangement mit einer abwechslungsreichen Begleitung und vielleicht auch noch einigen rhythmischen Raffinessen?
Viele Melodien, gerade aus dem Bereich der Folkmusik, sind relativ kurz. Hier stehen wir vor der Herausforderung, für jede Wiederholung eine kleine Veränderung im Zusammenspiel von linker und rechter Hand zu finden, damit es nicht langweilig klingt.
In diesem Kurs lernen wir verschiedene Melodien und entwickeln unterschiedliche Begleitmuster selbst dazu. Welche Akkorde bzw.  Akkordgriffe können benutzt werden? Wie kommen wir von einfachen Griffen zu interessanten Begleitmustern?

Auch die Melodiestimme gestalten wir weiter, indem wir sie verzieren oder kleine Umspielungen finden.
Der Rhythmus spielt eine zentrale Rolle. Wie gehen wir mit Stücken im 3/4-, 6/8- oder 4/4-Takt um?
Außerdem sammeln wir Erfahrungen mit Liedbegleitung, begleiten uns gegenseitig und finden heraus, wie eine schöne Begleitung mit 2 Händen entsteht und wie sie mit einfachen Tricks abwechslungsreich gestaltet werden kann. Mit etwas Fantasie kann man daraus sogar ein Intro entwickeln.
Alles, was wir im Kurs lernen, kann auf bereits bekannte Stücke angewendet werden und daraus eigene Musik entstehen lassen.

Eine gute Ausgangsbasis für diesen Kurs hat man, wenn man Quinten und Dreiklänge in beiden Händen beherrscht, sowohl in jeder Hand einzeln, als auch mit beiden Händen hintereinander gespielt.
Einfache Melodien sollten mit Dreiklängen oder Quinten begleiten werden können.

Sylvia Reiß

Es war Liebe auf den ersten Ton, als Sylvia Reiß der keltischen Harfe in einem Harfenbaukurs begegnete. Seitdem begleitet sie die Vielseitigkeit der Harfe täglich und findet immer wieder neue ungeahnte Wege. Ihre musikalische Neugier und die Freude an ungewöhnlichen Experimenten auf der Harfe lassen ihr breit gefächertes Repertoire ständig wachsen.
Sie begann mit ihrem Harfenstudium im entfernten Schottland beim Edinburgh Harp Festival, wo sie intensive Erfahrungen mit Musik aus der keltischen Tradition machte. Weitere Kurse folgten bei diversen Meistern im In- und Ausland, die sie dazu inspirierten, sich kreativ und spielerisch für viele verschiedene Musikrichtungen zu öffnen. Die Begegnung mit Musikern aus Lateinamerika weckten schon bald ihre Liebe zu dieser feurigen und rhythmusbetonten Musik.
So spielt sie heute auf der keltischen, der Tiroler Volksharfe und der Konzertharfe Musik aus vielen Stilrichtungen mit wechselnden Schwerpunkten, von lateinamerikanischer Musik und Tango über keltische Musik, Jazz und Klassik.
Man findet sie sowohl im Duo WinterReise und Duo Petite Fleur als auch in verschiedenen Orchestern.
Als leidenschaftliche Musikpädagogin hat sie mit einigen ihrer Schülerinnen ein Harfenorchester mit zehn Harfen gegründet, das mit mehrstimmigem Programm zu unterschiedlichen Anlässen auftritt.

Sylvia hat bereits mehrere CDs und Notenhefte herausgebracht.

www.harfenistin-sylvia-reiss.de

Schwierigkeit

Zeitfenster

Kursschiene 1
(09:30–10:30 und 15:30–16:30)

Unterrichtssprache

deutsch